Cannabis schädigt das Hirn kaum

2003/06/28 - BZ-Kiosk

US-Forscher belegten in einer Studie, dass Cannabis das Hirn praktisch nicht schädigt - im Gegensatz zu Alkohol.

"Die Ergebnisse waren schon überraschend", gab Igor Grant von der Universität Kalifornien in San Diego gestern zu. Der Mediziner leitete die Studie zur Untersuchung von Hirnschäden durch Cannabis. "Man hätte mehr Schädigungen der höheren mentalen Funktionen erwarten können".

Die Untersuchungen, die Grant und sein Team durchführten, zeigten nur einen marginalen schädlichen Effekt durch Cannabis auf die Lernfähigkeit und das Erinnerungsvermögen. Gar keinen negativen Einfluss hatte das regelmässige Rauchen von Marihuana auf andere Funktionen wie Reaktionsvermögen, Sprache oder Aufmerksamkeit.

Grant betonte jedoch, dass andere illegale Drogen - und auch Alkohol - sehr wohl Hirnschäden hervorrufen können. Grants Team wertete für seine Analyse auch 15 frühere Studien aus. Darin wurde das Verhalten von insgesamt 704 Personen untersucht, die regelmässig Cannabis konsumieren. Die Forscher verglichen diese Resultate mit dem Verhalten von 484 Personen, die kein Cannabis nahmen.

http://ucsdnews.ucsd.edu/newsrel/health/longtermcannabis.htm