Kammerbau

Zum Kultivieren von Cannabis wird auch eine Growkammer oder ein Growraum gebraucht, dieser Ort ist entsprechend ein zu richten. Alles soll billig, zweckmässig und vor allem produktiv sein, es soll alles funktionieren. Hier werden einige Anregungen zum einrichten eines Growraums gegeben.

Mutter Box

Die dreigeteilte, teilweise klimatisierte Blütekammer

Librakästen: Auflage und Bewässerung

Die U-Box

Mutter Box

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Platzmangel kann erfinderisch machen. Das alte Modell des Vorblüteschranks hatte drei Ebenen, die mit Leuchtstoffröhren und einer 70 Watt QS Dampf Armatur ausgeleuchtet wurden. Dieses ist eine Behelfsmöglichkeit. Besser ist es, wenn die Mutterpflanzen und gut bewurzelten Jungpflanzen mit Hochdruck Natrium oder QS Dampf Armaturen beleuchtet werden.

Mutter Box

In diesem Foto wird versucht, die Mutterbox mit vier Ebenen auf einem Foto abzubilden. Der Reflektor mit der 250 Watt Quecksilberdampf Röhre, der die Mutterpflanzen auf den oberen beiden Ebenen beleuchtet findet auf diesem Foto leider keinen Platz. Dieses Foto stammt von einem späteren Zeitpunkt als die vorherigen, an denen diese Mutterbox erläutert wird.

Mutterpflanzen

Mutterpflanzen

Oben sieht man, wie der 250 QS Dampf Strahler die Mutterpflanzen beleuchtet. Diese wurden vor vier Tagen nach dem Stecklingsschnitt ausgelichtet.

Unten ist zu sehen, wie die Töpfe mit Frischhalte Folie gegen Verdunstung versiegelt sind. Das Gießwasser fließt durch Löcher durch die Folie durch. (Im späteren Verlauf wird die Frischhaltefolie durch auf Maß geschnittene Wachspapierfolie ersetzt.) Dieses ist notwendig, da anstelle von Erde Cogr verwendet wird und dieses sehr schnell austrocknet und sich dann zudem eine Trauermückenplage entwickeln kann. Wenn das Cogr nicht mehr komplett nass ist kann der Topf auch im Gießwasser gebadet werden. Einmal richtig getrocknet haben viele Materialien erst wieder Saugkraft wenn sie feucht werden, so wie es bei einem Schwamm ist. Meist dehnt sich die Feuchtigkeit gleichmäßig aus und dieses ist auch beim Cogr so nur das nur kurz gegossen wird und das Wasser manchmal einfach durch den Topf läuft ohne aufgenommen zu werden.

Die Pflanzen auf der linken Seite des unteren Fotos sind von den aussortierten Jungpflanzen für die Blüte die besten. Sie werden nun zu Mutterpflanzen heranwachsen.

Ablftung

Reserveraum

Oben ist der 400 m³Lüfter zu sehen, der auf kleiner Stufe die warme Luft nach Draußen umwälzt.

Unten sind die unteren zwei Ebenen zu sehen. Da die Mutterpflanzen schnell zu groß werden und dann durch kleinere ersetzt werden müssen bietet es sich an auf vier Ebenen zu arbeiten. Dabei ist darauf zu achten, dass die Hitzequellen nach oben integriert werden. Links sieht man 60cm Röhren. Hier können Stecklinge bewurzelt werden. Rechts können Jungpflanzen beleuchtet werden. Es handelt sich in diesem Fall um Reservekapazitäten.

Die 250 Watt QS Dampf Armatur beleuchtet einen m². Von den darunter stehenden Pflanzen können normalerweise alle zwei bis drei Wochen mehr als 50 Stecklinge genommen werden wenn diese entsprechend gepflegt werden. Wenn diese in die Äste gezwungen werden oder selber mit Ästen wachsen können 30 bis 40 gelungene Jungpflanzen mit einer Größe bei Blütebeginn von 20 bis 30cm zwei oder auch drei 600 Watt Armaturen auslasten. Wenn 10 Wochen Blütedauer kalkuliert werden können neun solcher Armaturen ausgelastet werden da der Kreis sich schließt. Für die Stecklinge werden ein paar Leuchtstoffröhren benötigt. Wenn die Jungpflanzen auf Steinwoll oder CoGr Matten vorgezogen werden sind zwei 400 Watt Armaturen in einer separaten Vorblütekammer zu verwenden. Wenn die Stecklinge aber erst in Töpfen vorgezogen werden, die weniger Fläche benötigen, genügen auch zwei 250 Watt QS Dampf Strahler.

Auch wenn diese Kapazitäten nicht benötigt werden soll für die Mutterpflanzen aber dennoch eine 250 Watt Armatur verwendet werden, da die Triebe der Pflanzen dann vermehrt saftig und kräftig werden.

Wenn einem mehr Platz zur Verfügung steht bleibt einem eine solche Notlösung auf mehreren Ebenen erspart. Da es angenehmer ist, sich nicht immer zum Boden bücken zu müssen um mit den Pflanzen zu hantieren ist es jedoch immer sinnvoll, eine Art Tisch zu bauen, auf denen die Pflanzen stehen können. Für den Fall, dass diese zu groß werden kann dessen Teichfolienwanne auch nach unten justierbar sein, es ist jedoch bequemer, den Reflektor in der Höhe zu verstellen. Vielen Growern mag das Bild der recht kleinen Mutterpflanzen sehr querschlagen. Sie haben größere buschigere Pflanzen vor Augen, bei denen von einer einzigen Pflanze oft über 100 Stecklinge geschnitten werden können.

Kleinere Mutterpflanzen haben aber gewisse Vorteile: Sie sind als erstes kleiner und somit besser zu handhaben da sie auch mit kleineren Töpfen auskommen. Da man anstelle einer großen Pflanze mehrere kleinere hat kann auch mal eine kaputtgehen oder zugunsten einer jüngeren ausgemustert werden. Die Pflanze hat eine Vegetationshöhe von 20 bis 30cm anstelle von 50 bis über 100cm. Für die kleineren Pflanzen reicht es aus, mit 250 Watt Beleuchtung zu arbeiten, die oberen Triebe werden kräftig wachsen und lassen für die unteren eh keinen Platz mehr. Selbst mit Leuchtstoffröhren lassen sich von vielen Sorten noch kräftige Stecklinge gewinnen. Wenn nun die vegetative Höhe der Pflanze deutlich höher wäre und diese auf ganzer Höhe zum Stecklingsschnitt mit einbezogen werden soll muss auch ein deutlich höherer Lichtdruck erzeugt werden.

Von jungen Pflanzen werden die kräftigsten Triebe zu Stecklingen geschnitten, sodass zwei neue entstehen können. Kleine schwache Triebe werden zurückgeschnitten. Die Pflanze soll für die Triebe möglichst eine waagerechte Ebene bilden, damit diese sozusagen alle die obersten und somit kräftigsten Triebe sind. So können dann einige male Stecklinge geschnitten werden bis die Mutterpflanzen so knorrig wachsen, dass sie besser gegen ein paar gedrungene Jungpflanzen ausgetauscht werden. Es gibt auch Pflanzen, die so buschig wachsen, dass diese stark gelichtet werden müssen oder sie doch besser als größere Mutterpflanzen herangezogen werden können.

Die dreigeteilte teilweise klimatisierte Blütekammer

Die Standartbilligmethode ist, ein paar Reflektoren an die Decke zu hängen um die Pflanzen unter diese zu stellen. Die Abluft wird noch unter die Decke montiert und die Wassertanks für die Gießanlage werden in einer freien Stelle des Raumes untergebracht. In diesem Kapitel wird nicht erklärt, dass dieses nicht funktionieren kann sondern es wird darauf aufmerksam gemacht, dass es sich lohnen kann, sich etwas mehr Mühe zu machen. Die investierte Zeit kann sich dann durch die Minderung von Problemen oder durch bessere Ergebnisse sehr rentieren.

Gesunde Ergebnisse werden mit gesunden Pflanzen erzielt und für die Gesundheit der Pflanzen sind gesunde Lebensgrundlagen notwendig. In der dreigeteilten Blütekammer sollen gesunde klimatische Bedingungen für die Pflanzen geschaffen werden. Die Luft kann bei Kälte geheizt werden und wird bei Trockenheit befeuchtet. Umgekehrt wird die Luft bei Hitze jedoch nicht gekühlt und bei Feuchtigkeit wird die Luft auch nicht entfeuchtet. Bei den durch die Blütekammer gesogenen Luftmengen wären diese Prozeduren zu energieaufwändig.

Diese somit teilweise klimatisierte Blütekammer wird in drei Sektoren unterteilt:

-  Die Zuluftvorkammer Durch diese kann frische Luft in die Blütekammer geleitet werden. Diese kann per Lüfter in diese geblasen werden oder durch das geringe Vakuum in der Blütekammer in diese gesogen werden. Im Sommer kann aus einer kühlen Ecke angesogen werden, im Winter kann man mit einem Katalythofen erwärmen. Außerdem kann man den Boden zu einer Wanne ausbauen und per Hygrostat über eine Nebeldüse die Luftfeuchtigkeit justieren. Die klimatisierte Luft soll dann von unten in die Blütebox strömen. Auf einen Zulüfter kann verzichtet werden wenn die Luft, die durch den Ablüfter angesogen wird, nachströmen kann. Sie kann auch noch mit CO² angereichert werden. Die Luft scheint eine Aufnahmefähigkeit für dieses Gas zu haben, erst wenn dieser Bereich überschritten wird lagert sich das dann tödliche Gas am Boden ab. Diese Kammer muss nicht unbedingt groß sein und soll, wenn man die Luft über Lüfter in diese drückt, dennoch nicht hermetisch dicht sein. Zu und Ablüfter können über einen Drehzahlminderer angesteuert werden. Ansonsten kann von dem Zulüfter noch dessen Ansaugöffnung verjüngt werden um die Kapazitäten der Lüfter aufeinander abzustimmen.

-  Der mittlere Bereich soll der Größte sein. In diesem können die Pflanzen wachsen und blühen. Zum Filter und Ablüfter soll oben in der Wand eine Öffnung sein, die warme verbrauchte Luft kann durch diese weggesogen werden.

-  In dem dritten Bereich hängt der Filter und der Ablüfter an der Decke. Der Temperaturfühler des Drehzahlminderers, der sich in dem mittleren Bereich oben aber nicht direkt an den Lampen befindet, steuert die Ablüftung. In diesem Sektor können die Vorschaltgeräte integriert werden deren Wärme dann direkt mit abgelüftet wird.

Eine Zwischenlüftung oder eine senkrechte Lüftung wird dann nicht mehr benötigt. Die waagerechte Lüftung zwischen Pflanzen und Armatur, die mit einer leichten Briese wehen soll, kann aber dennoch dagegen vorbeugen, dass es den Pflanzen direkt unter den heizen Reflektoren zu warm wird und sorgt dafür, dass die Luft in der Kammer etwas verwirbelt wird. Die Luft wird sich ansonsten von allein durch die Kammer ziehen. Wenn man keine geschlossene Kammer bauen möchte, da der Raum dafür zu klein ist, wird es aber dennoch nicht schaden eine kleine Kammer für die Zuluft und deren Klimatisierung zu integrieren. Der Blütebereich ist dann der offene Raum. Der Ablüfter mit Filter wird an einem Fenster unter die Decke gehangen. Vor dieses wird eine Holzplatte gedübelt durch die abgelüftet wird. Zuluft wird durch die Zuluftvorkammer gesogen die vor einem anderen Fenster gebaut wird. Ein geringer Unterdruck verhindert, dass riechende Luft unter der Tür entweicht. Im Winter lüftet man weniger aber kann zusätzlich mit einem Lüfter mit Filter im Raum umwälzen. Der Geruch wird gemindert und die Kammer unterkühlt nicht. Für den Unterdruck wird aber dennoch etwas nach Draußen gelüftet. Wegen dem CO², das in der lediglich umgewälzten Luft fehlt kann dieses eventuell künstlich durch einen zudem heizenden Katalythofen in der Zuluftkammer zugefügt werden, wenn wegen der kalten Jahreszeit sowieso in der kalten Nachtphase zugeheizt werden muss.

Wofür das alles?

Die Frischluft kann bei Kälte beheizt und bei Trockenheit befeuchtet werden. Dieses wären enorme Vorteile für den ganzjährigen Anbau in der kalten Jahreszeit. Für Frühjahr bis Herbst wäre die Zuluftkammer zur Akklimatisierung nicht notwendig, sie währe aber nicht störend. Zudem hängt der sperrige Ablüfter mit Filter nicht in der Blütekammer die nun ganz allein der Bepflanzung dienen kann.

Anzumerken bleibt, dass ein benebeln der Luft in der Zuluftkammer möglicherweise bei sehr trockener Luft nicht ganz so intensiv ist wie es gewünscht wird. Außerdem wird das meiste Wasser in einer großen stabilen Teichfolienwanne aufgefangen werden die regelmäßig zu entlehren ist. Die Luft soll möglichst unten in die Zuluftkammer eintreten können um sich dann durch den Wassernebel nach oben zu ziehen. Dann soll die Luft durch eine doppelte Wand zur Blütekammer nach unten strömen um dann unten in diese einströmen zu können. Einen Ultraschallbefeuchter entsprechender Größe zu verwenden währe sinnvoller, zieht aber auch entsprechend viel Strom. Für die Pflanzen ist es sehr posetief, wenn die Luft mild und nicht zu trocken in die Blütekammer einströmt. Ansonsten werden einige Pflanzen einem kalten oder auch trockenem Luftstrom ausgesetzt zur Schwachstelle. Die Pflanzen werden gegen Schädlinge anfälliger und werden weniger Ertrag erbringen.

Wenn kein Platz für eine Zuluftkammer vorhanden ist soll diese Zuluft möglichst nicht an einer Stelle in den Raum eingeleitet werden sondern in diesen verwirbelt werden. Wenn der Ablüfter wegen der Temperatur nach Draußen lüftet und kalte Luft nachströmt soll diese Luft direkt mit gesamten Raumluft verwirbeln können. Wäre die Luft ca. 20°C warm und 60% Feucht kann sie beliebig nachströmen.

Die Blütekammer kann nach belieben ausgestattet werden, in dieser kann die Luft noch leicht verwirbelt werden. Wenn die Luft aber zu stark verwirbelt wird, kann sich die erwärmte Luft nicht oben stauen, von wo sie abgelüftet wird. Da diese Blütekammer nun nur so groß ist, wie der bepflanzte Bereich und die Seitenwände sowie die Decke weiß sind kann das reflektierende Licht die Kammer noch etwas heller werden lassen.

Im dritten Bereich wird der durch einen Kohlefilter ansaugende Lüfter montiert. Diese Gerätschaften benötigen etwas Platz und dieser ist in der Blütekammer nicht vorhanden. Oben in der Wand von der Blütekammer zur Abluftkammer wird ein schmales waagerechtes Loch geschnitten, damit die warme Luft aus der Blütekammer in die Abluftkammer strömen kann. Dieses ist ein weiterer Vorteil, der Filter saugt zu allen Seiten die Luft an aber er soll möglichst nur von ganz oben ansaugen, so wie er es nun durch das schmale Loch zum Blütebereich macht.

Da die Wärme der Vorschaltgeräte unerwünscht ist können diese in der Abluftkammer integriert werden da ihre Wärme dann direkt mit nach Draußen gelüftet wird.

Das beschriebene System ist eine klimatisierte Blütekammer, und somit ein Wunsch der sich mit der Zeit erfüllen ließ.

Abluft

Schaltungen

Filter

Ganz oben ist hinter der Öffnung der Aktivkohlefilter zu sehen durch den die Luft eingesogen wird. Diese Öffnung soll direkt unter der Decke sein.

Oben ragt der Schalldämpfer durch die Verkleidung der schmalen Abluftkammer heraus und durch den Müllsack wird die Luft durch das verkleidete Fenster nach Draußen geblasen. Inzwischen wurde die Lüftung aber soweit umgebaut, dass durch das selbe Fenster frische Luft nachströmen kann. Dieses wird im Kapitel „Ablüftung“ geschildert zudem auch das Kapitel UVC Licht gelesen werden soll.

Unten befinden sich hinten ein paar Vorschaltgeräte, davor hängt die Stromversorgung für kleinere Verbraucher. Oben hinten im Bild ist die Relaisbox zu sehen, durch die alle fünf 400 Watt Röhren der Blütekammer schonend geschaltet werden.

Ganz unten ist der 20 kg Filter zu sehen der einfach auf Latten, die auf Verstrebungen aus der Kammer befestigt sind, liegt. Es kann gesehen werden, ob der Filter noch gut oder schon verbraucht ist. Dieser Filter wäre dann schon leicht benutzt aber noch gut. Dieses sieht man am Filterstumpf. Bei neuen Filtern ist dieser weiß, dieser ist schon etwas grau und noch kein bischen staubig. Wenn der Filterstrumpf sich mit grauem Staub überzieht scheint die Aktivkohle stark abzubauen. Dieser Staub scheint nicht von außen sondern von innen zu kommen. Die Kohle zieht sich mit Dreck voll und ist zu einem gutem Teil gesättigt. Sie filtert noch aber hat weniger Kraft. Sie scheint sich etwas zu zersetzen und die Partikel ziehen dem Geruch entgegen um diesen zu neutralisieren. Dieses lagert sich als Staub auf dem Filterstrumpf ab. Ansonsten müsste auf dem zu sehendem Filterstrumpf wenigstens schon etwas Staub zu sehen sein, wenn dieser von Außen käme.

Somit ist besonders dann auf Geruch in der Abluft zu achten, wenn der Filterstrumpf sich mit Staub überzieht. Der Filter arbeitet noch aber die Leistung läst nach, es wird am besten schon der nächste gekauft. Eventuell ist dieses nicht in jeder Situation so. Man erkennt dieses dann eventuell daran, dass der Filterstumpf sich grau schwarz färbt, dieses passiert in dieser Growbox bevor der Filter sich mit Staub überzieht. Es kann aber auch sein das der Filter für die bewegte Luftmenge oder dessen Geruch zu klein ist. Dann wird die noch gute Kohle den Geruch nur mindern und ohne schon zu verstauben den Restgeruch durchlassen.

Wenn der Lüfter mit Filter einfach im Raum steht und in diesem nur die Luft umwälzt ist dieses nicht so wirksam als wenn durch den Raum durchgesogen wird. Die Luft strömt in den Raum nach, aus dem herausgelüftet wird. Der Geruch kann sich gegen die Luftströmung nicht so gut ausbreiten die in der Umwälzvariante fehlt. Deswegen soll in riechenden Anbauräumen nach Möglichkeit permanent etwas Unterdruck sein, dadurch, dass nach Draußen gefiltert abgelüftet wird.

Die Blütekammer wird in anderen Kapiteln schon oft genug gezeigt und dieses Kapitel soll auch keine exakte Beschreibung zu jeder Kleinigkeit zum Bau dieser dreigeteilten Blütekammer sein. Je nachdem, was der Einzelne für Vorstellungen und Platz hat würde er sie sowieso etwas anders bauen. In diesem Buch befinden sich genügend Anregungen zum Bau von Blütekammern. Die Blütekammer zu klimatisieren ist jedoch für ein gesundes Wachstum der Pflanzen sehr förderlich.

Abschließend sei noch erklärt, dass auch die in diesem Buch immer wieder auf den Fotos zu sehende Blütekammer klimatisiert wird. Als Zuluftkammer dient der Gang vor dieser. Ein Ultraschallbefeuchter befeuchtet die Luft, die zudem noch bei Kälte durch einen kleinen Katalyt Ofen auf ca. 20°C vorgeheizt wird. Diese Thematiken werden aber in diesem Buch schon genügend geschildert.

In diesem Buch wird auch geschildert, dass eine Blütekammer unten und oben offen sein kann um nur den mittleren Bereich zur Reflektion des Lichtes einzugrenzen. Das Raumvolumen der Kammer soll dadurch vergrößert werden. Solch eine Kammer läst sich selbstverständlich genauso klimatisieren. Selbst eine offene Kammer läst sich dadurch klimatisieren, dass etwas räumlich abgegrenzt oder aus einem Nebenraum oder Kammer die Luft in diese offene Blütekammer nachströmen kann und vorab klimatisiert wird. Wichtig dabei bleibt, dass die blühenden Pflanzen auch in der Nachtphase komplett dunkel stehen.

Librakästen: Auflagen, Bewässerung, Teichfolienwanne

In diesem Kapitel wird eine Möglichkeit zur Aufbockung von Librakästen und eine Kleinigkeit zur Bewässerung mit der Gardena Urlaubsbewässerung beschrieben, die Hilfreich sein können.

Aufbockung

Die Librakästen benötigen eine Aufbockung, damit das Wasser aus ihnen nach unten hin heraus fließen kann. Die vorherigen selbstgebauten Holzböcke hatten den Nachteil, dass es umständlich war, auf sie zu steigen, die Kästen hoch zu heben und mit diesen wieder von ihnen herunter zu steigen.

Somit wurden diese ausgemustert und durch neue Aufbockungen ersetzt. Diese stehen je auf drei Füssen, die durch die Steinfliesen vom Boden aufgebockt werden. Wenn die Bodenwanne unter Wasser steht soll das Holz sich nicht mit diesem vollziehen. Diese zwei Aufbockungen werden aber nicht von alleine so stehen bleiben. Zu den Seiten haben diese Halterungen aus Holz die zum Ende einen Winkel haben. Mit diesem Metallwinkel werden sie in ein Parallel verlaufendes Holzbrett, dass für diese Löcher hat, eingerastet. Dieses bedeutet, dass diese Aufbockungen stabil stehen aber jeder Zeit entnommen werden können.

Die Verstrebung hinten im oberen Bild hat einen anderen Zweck. Da ein Drittel der Blütekammer einen Meter zu zwei beträgt können die Librakästen nicht alle Längs oder Quer stehen sondern stehen auf dem einen Quadratmeter längs und auf dem anderen Quer. Die zu sehende Verstrebung ist eine der beiden lose aufliegen Auflagen für die hinteren Kästen. Die Abflussrinnen können an den Aufbockungen befestigt werden. Es ist dabei darauf zu achten, dass die Rinnen mit etwas Gefälle verlegt werden. Da der Platz fehlt, können die Ausflüsse der Librakästen nicht installiert werden weswegen deren Öffnungen zugeklebt wurden. Mit einem Holzbohrer der Stärke 10mm wurden in jeden Kasten je zwei Löcher fast zum Ende einer Seite gebohrt in die ein Stück Schlauch einer Schlauchwaage gesteckt wurde. Mit dieser Technik läuft auch das Wasser aus der Rinne in den Eimer ab.

Angenehmer wäre es jedoch, den benötigten Raum zu haben. Damit die Schlauchstücke nicht immer aus den Librakästen raus kommen kann innen eine Stecknadel durch den Schlauch gedrückt werden um dieses dann zu verhindern.

Eingerastet

Die Aufbockung wurde etwas aufgebockt, um den Winkel unter der Verstrebung sehen zu können. Da das Gewicht immer nur senkrecht von oben auf die Aufbockung lastet braucht die Verstrebung auch nicht stabiler zu sein. An der Verstrebung wird die Rinne mit Lochband befestigt.

Ansonsten ist der Bewässerungsverteiler einer Gardena Urlaubsbewässerung zu sehen. Damit nicht ständig die Schläuche abspringen wurden diese mit Silikon an den Verteiler befestigt. Die Schläuche springen trotzdessen immer noch mal ab aber sie können dann durch das Silikon wieder auf den Verteiler gesteckt werden. Da sich 36 Schläuche gut Paarweise auf 18 Pflanzen verteilen lassen sind diese Paarweise mit etwas Draht befestigt. Dabei ist darauf zu achten, dass die Schläuche nicht abgeklemmt werden. Somit verringert sich das Kabel Wirrwarr erheblich. Wenn mal wieder ein einzelner Schlauch verstopft ist wird die Pflanze dennoch etwas mitversorgt. Wenn die Schläuche verstopfen liegt dieses meistens an den Verteilern die dann ausgetauscht werden müssen wenn die Verstopfung sich nicht mit einer Stecknadel lösen läst.

Hinten im Bild können noch weitere Schläuche gesehen werden die jedoch mit Klebeband aneinander befestigt sind. Dieses löst sich aber bei Feuchtigkeit.

Die Tropfverteiler sind leider deswegen Verschleißteile, da sie nicht zum Säubern geöffnet werden können. Der Boden könnte einfach mit einer innenliegenden Gummidichtung aufgeschraubt werden. Posetief anzumerken bleibt aber, dass nicht mehr fördernde aber noch laufende Pumpen aufgeschraubt werden können um das dann defekte Förderrädchen zu wechseln, welches weniger als einen Euro kostet. Somit ist in über drei Jahren von drei ständig laufenden Pumpen noch keine kaputt gegangen wohingegen ständig neue Tropfverteiler benötigt werden.

Bodengefälle

Bei der Verwendung einer automatisierten Bewässerung kann immer mal ein Schlauch abspringen oder undicht werden. Es kann auch das Auffangbehältnis des Dränagewassers überlaufen. Da dieses zum Ärgernis werden kann soll der Boden der Growbox vorsorglich von einer Teichfolienwanne im Holzrahmen eingefasst werden. Diese kann auch so gestaltet werden, dass sie zu einer Ecke ausläuft. Dieses kann auf den folgenden Fotos gesehen werden.

unterfttert

Geflle

In den Holzrahmen soll die Teichfolie, die im unteren Foto weiß gestrichen zu sehen ist, Wasser auffangen. Da dieses abgeschöpft werden soll wäre es sehr praktisch wenn es in eine Mulde fließen würde. Also wird der Holzrahmen mit einer Trittisolierung, einem dünnen Schaumstoffteppich ausgelegt. Man legt hinten mehrere Lagen übereinander, sodass ein Gefälle entsteht, dass in die Mulde ausläuft. So ist dieses unten zu sehen. Die weis gestrichene Teichfolie ist schon benutzt und verdreckt, sonst würde man deutlicher sehen, dass das Wasser in die Ecke, in die der Mob zeigt, ausläuft. Wenn die Librakästen auf Holzböcke gestellt werden sollen diese besser auf billige Steinfliesen gestellt werden, so wie dieses im ersten Foto dieses Kapitels zu sehen ist, damit das Holz nicht im Wasser steht. Mit einem nass trocken Sauger kann das Wasser abschöpft werden, wenn dieses notwendig wird.

Die U-Box

Hierbei handelt es sich um eine Zukunftsvision. Bereits in der Vergangenheit kam die Idee einer Klappplatte, die jedoch nicht umgesetzt wurde. Dieses ist lediglich eine Montageplatte für einen Reflektor die hin und her schwenkt. Sie neigt sich erst z.B. 45° zur einen Seite um dann z.B. 15 Sekunden zu verweilen um sich dann in die andere Richtung zu neigen. Diese Technik wäre für die Blüte vielleicht nicht das Richtige, könnte dieses aber für die Vorblüte sein. Die kleineren Pflanzen können in der Mitte stehen und die größeren zu den Seiten. Die zu den Seiten könnten auch aufgebockt werden. Für dieses Gerät könnte der Neigewinkel und die Wartezeit einstellbar sein.

Es könnte dann z.B. 50% mehr Fläche beleuchtet werden wobei die gesamte Fläche aber regelmäßig dem vollen Lichtdruck ausgesetzt wird. In der Vorblüte brauchen die Pflanzen zwar 18 Stunden Licht am Tag und auch für sie ist ein gewisser Lichtdruck vorteilig aber dieser muss nicht unbedingt durchgehend wirken.

Dieses kann auch für die Blüte eingesetzt werden, wäre aber vermutlich nicht ganz das Richtige. Es kann aus den Röhren eventuell dennoch etwas mehr herausgeholt werden. Eine 600 Watt Armatur hat z.B. eine Ausleuchtungsfläche von 1 zu 1,5 Metern. Der Reflektor versucht das Licht auf diese Fläche zu bündeln, damit diese gleichmäßig ausgeleuchtet ist. Von der heißen Röhre soll zu den Pflanzen ein gewisser Abstand gehalten werden. Dieser Abstand gilt nach unten, würde aber auch zu den Seiten gelten. Der Reflektor könnte nun etwas anders aussehen. Dieser kann das Licht auch zu den Seiten lassen, sodass die Ausleuchtungsfläche praktisch bis knapp unter den Reflektor zu den Seiten der Kammer wäre oder sogar ein Stück höher?

Um dieses zu bestimmen wären Erfahrungswerte notwendig. Der Reflektor kann nach oben hin ein flacher Kasten mit Anschlüssen für Alu Flex Schläuche sein, so wie es schon im Kapitel „der Absaugreflektor“ beschrieben wird um dessen Wärme gezielt ablüften zu können. In der Blütekammer, die immer wieder auf den Fotos im Nutzhanf zu sehen ist, beleuchtet eine veraltete Poot Armatur den mittleren Bereich der Kammer, in dem die Pflanzen die Wuchsphase der Blüte verbringen.

Dieses hat einen Grund, der Reflektor strahlt ziemlich in die Breite, sodass die Fläche von zwei m² durch die 400 Watt Armatur recht gleichmäßig ausgeleuchtet wird. Mit dem Licht, dass von den beiden Seitendritteln dazukommt genügt dieses den Pflanzen zum wachsen in dem ersten Blütedrittel. Solch eine Reflektorform könnte geeignet sein. Dieses ist damit schon geklärt aber wie gestaltet sich der Rest der Kammer?

Die 1 zu 1,5 Meter Anbaufläche bleibt im gesamten erhalten. Es werden jedoch zwei Seiten angefügt die ca. 20 bis 30 cm breit sind. Diese Seiten haben eine höhenverstellbare Auflage für Librakästen. Über die Ausflüsse kann ein Schlauch gesteckt werden um das Dränagewasser abfließen lassen zu können. Die Seiten werden nun nach Außen mit Karnickelstall Draht verkleidet. Die Jungpflanzen werden erst mit etwas weniger Licht von 300 Watt pro m² die ersten drei Wochen auf Größe gezogen. Diese sind dann ausgewachsen und brechen noch nicht unter dem Gewicht von Blüten, da sie noch keine haben. Deswegen können sie transportiert werden. Nun werden zuerst zu den Seiten Librakästen mit Pflanzen gestellt und zwar so, dass diese nicht zu hoch sind und die untersten unwichtigen 20cm der Pflanzen hinterher von den anderen Pflanzen in der Mitte verdeckt werden.

Die Pflanzen werden nun an den Karnickeldraht gebunden damit sie nicht in den Innenraum wachsen. Auch die größeren Seitentriebe müssen angebunden werden, da diese sich dem Licht entgegenbiegen werden.

Nun kann der restliche Innenraum mit Pflanzen gefüllt werden. Da nun weniger Licht auf die untere Fläche gebündelt wird, kann es sein, dass hier nun ein wenig weniger Ertrag anfällt. Dieses sollen die Pflanzen zu den Seiten aber mehr als ausgleichen.

Mit einer 400 Watt Armatur kann ein kleines U gebildet werden. Die Anordnung der Librakästen führt zu diesem Namen. Es können drei Kästen in die Mitte und zwei zu den höheren Seiten gestellt werden. Für 600 Watt Armaturen empfiehlt es sich, zwei hintereinander zu montieren. Somit können auf drei Meter drei Librakästen gequetscht werden. Wenn nach vorn und hinten Türen berücksichtigt werden sind die Pflanzen dennoch erreichbar. Es kann auch eine U Kammer neben die andere gebaut werden.

Wichtig ist es, dass der Abstand zu allen Pflanzen eingehalten wird. Eine 600 Watt Armatur kann bis zu 65 cm an die Pflanzen herangelassen werden ohne diesen zu schaden. Zwei mal 65cm sind 1,3m und die Pflanzen sollen auch noch etwas Platz haben. Somit kann die Kammer dann ruhig ca. 1,5m breit werden. Mit einer 400 Watt Armatur wäre die U-Box etwas schmaler.

Es wird nicht nur eine größere Fläche erzielt die genügend beleuchtet wird, dass Raumvolumen in Proportion zur Hitzequelle wird größer. Ein Nachteil wäre vermutlich, dass dieses Konzept ein wenig arbeitsintensiver wäre. Dieses wird aber nicht diejenigen abschrecken, die nicht so viel Strom verbrauchen wollen und mit diesem das Maximum erzielen möchten.

Wenn dieses nicht ganz so intelligent ist wie es sich zuerst anhört und die Seiten mit dem Ertrag hinter der Erwartung bleiben oder dieses gar nicht klappen will wird dieses jedoch kein Totalausfall werden, da unter dem Reflektor alles ganz normal gehandhabt wird und dort dann auch wie gewohnt geerntet werden kann.

Ps. Zur Gestaltung dieser Kammer

Der Bodenraum kann mit Teichfolie ausgekleidet werden. In der Mitte kann diese etwas höher liegen wenn z.B. vorher eine dicke Holzplatte in diese gelegt wird. Überschüssiges Wasser kann nun zu den Seiten fließen um bei der Ernte dennoch trockenen Fußes in die Kammer zu können. Dieses wäre eigentlich nicht so wichtig aber es kann ein interessanter Nebeneffekt erzielt werden. Oben wird abgelüftet und von unten soll frische Luft nachströmen. In der verbreiterten Kammer kann zu den Seiten ein PVC Rohr liegen das nach vorn und hinten offen aus der Box herausschaut. Längs werden in das Rohr nach unten Löcher eingelassen. Diese Löcher sollen dann dicht über dem Boden der Seitenwannen sein. So kann die Luft durch zwei Abwasserrohre mit einer Stärke von z.B. 200mm in die Kammer strömen ohne das Licht in diese strömt. Wenn die Luft trocken wird kann in die Seitenwannen Wasser geflutet werden. Die Frischluft wird über dieses strömen und sich dabei ein wenig befeuchten. Wenn die Luftfeuchtigkeit wieder steigt kann das Wasser mit einem nasstrocken Sauger weitgehend entfernt werden.

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