"Kiffen für die Krankenversicherung" - Cannabis und Tabak auf eine Stufe stellen
Die Jungen Liberalen (JuLis) NRW sehen die Diskussion um ein allgemeines Rauchverbot mit großer Sorge. Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) von Bund und Ländern soll sich nach Forderung der liberalen Jugendorganisation in der kommenden Woche unbedingt gegen ein solches Verbot aussprechen. Die JuLis NRW machen aber auch einen Kompromissvorschlag.
(openPR) - Düsseldorf/Amsterdam.
"Wir Jungen Liberalen NRW sehen dieses Thema mit großer Sorge. Hier soll ein neues Kapitel in der bekannten Buchreihe ’Staatliche Bevormundung’ geschrieben werden. Einem Rauchverbot im öffentlichem Raume, wie etwa in Rathäusern, können wir JuLis NRW natürlich absolut zustimmen. In privatem Raum, wie Kneipen, Diskotheken, Bars ist ein Rauchverbot jedoch völlig unangebracht. Niemand ist gezwungen diese Orte aufzusuchen. Jeder hat die Freiheit, einen Ort aufzusuchen, der seinen Wünschen entspricht", stellt der Landesvorsitzende der FDP-Jugendorganisation, Marcel Hafke, fest.
Die Vorsitzende der GMK, Gerlinde Kuppe, hatte öffentlich in ’Die Welt’ gefordert: "Wir brauchen einen bundesweiten Grundstandard beim Nichtraucherschutz".
"Ich kann diese Aussage nicht verstehen. Warum brauchen wir einen bundesweiten Standard? Hier kommt die typische deutsche Regelungswut wieder durch. Ich hoffe, dass hier die Vernunft siegt und Deutschland auch weiterhin ein Land bleibt, dass die Bürger nicht unnötig beschränken will, sondern jedem seine Wahl lässt", sagt Nichtraucher Hafke.
"Letztlich jedoch ist alles eine Frage der Verhältnismäßigkeit: Wir Jungen Liberalen NRW könnten uns vorstellen, einem Zigaretten-Rauchverbot zuzustimmen. Im Gegenzug dafür muss aber endlich erlaubt werden, in der Öffentlichkeit Cannabis zu konsumieren, da diese Droge nicht so gesundheitsschädlich ist wie Nikotin. Dies kann dann direkt in einem Zuge mit der längst überfälligen Legalisierung weicher Drogen umgesetzt werden", so JuLi-Chef Hafke.
"Die Steuern, die dann auch auf Marihuana erhöben würden, könnten sodann zweckgebunden dem Gesundheitssystem zugeleitet werden. Nach ’Rasen für die Rente’ und ’Rauchen für die Sicherheit’ wäre ’Kiffen für die Krankenversicherung’ der nächste logische Schritt", so Hafke abschließend.
V.i.S.d.P. Sven Petersen Landespressesprecher der Jungen Liberalen NRW pressesprecher chez julis-nrw.de 0178/3662294
Die Junge Liberale NRW sind der Jugendverband der NRW-FDP