Mutterpflanzen

Ihr wollt immer das selbe Gras haben, immer von der hohen Qualität? Dann arbeitet ihr am besten mit Stecklingen, für diese braucht ihr aber Mutterpflanzen. Hier wird euch nun alles zu diesem Thema geschildert.

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Mutterpflanzen

Die Ergebnisse sind abhängig von der Basis. Ein Hauptpfeiler ist die Pflanze. Wegen der Stabilität der Genetik wird mit Stecklingen gearbeitet, die immer die Qualität der Mutterpflanze widerspiegeln um konstante Ergebnisse erzielen zu können. Nun wird eine Mutterpflanze benötigt. Primetief einfach ist es, als gut befundene Stecklinge zu Mutterpflanzen heranzuziehen. Mit dieser Methode kann die Lebensdauer der Mutterpflanze zudem erheblich verlängert werden.

Aber man möchte lieber eine Mutterpflanze aus Saat ziehen, dieses ist schwieriger.

Vorweg: die Saat wird angesetzt, ca. zwei Monate später können die ersten Stecklinge genommen werden. Diese werden in die Blüte gestellt und nun können Geschlecht und Qualität beurteilet werden. Nur die besten Mütter interessieren, der Rest ist Müll. (Um alles zu beschleunigen nimmt man die ersten Stecklinge als Mutterpflanze und stellt die Saatpflanzen in die Blüte, damit spart man ca. 6 Wochen Zeit und Stecklinge sind auch super Mutterpflanzen.)

Also:
 Die Saat kann bei ca. 21°C vorgekeimt werden. Man legt die Körner zwischen zwei Plastiktellern auf ein feuchtes Tempo und legt ein weiteres darüber. (Keramik ist kaltes Material) Den oberen Teller legt man umgekehrt auf, sodass etwas Luft zirkulieren kann. Nun wird das ganze in einen dunklen Schrank gestellt. Nach vier bis fünf Tagen wird der gekeimte Sämling eingetopft, der nun einen Wurzelstrang entwickelt haben soll. Die Keimblätter sollen geöffnet sein. Der Stiel und diese sollen aus der Anzuchterde herausschauen. Es bleibt zu hoffen, dass einem der empfindliche Trieb nicht beim einpflanzen durchbricht.

oder einfacher:
 Es werden Töpfe von ca. 0,5 bis 1 Liter Volumen genommen. Diese werden mit Anzuchterde (keine gedüngte Blumenerde) gefüllt. Diese wird vorher in einen Eimer gegeben und mit etwas Wasser vermengt. Sie soll feucht körnig aber nicht schlammig sein. Nun werden in den gefüllten Töpfen mit dem Finger kleine Mulden in den lockeren Boden von ca.1,5 cm gedrückt um den Samen in diese hineinzulegen.

Vorsichtig wird das Pflanzloch zugeschoben und etwas angedrückt. Würde nun gegossen werden kann das Samenkorn tiefer in den Boden geschwemmt werden, anstelle dessen könnte die Erde aber nach dem Sähen auch mit einem Wassersprüher etwas befeuchtet werden, aber nicht so stark, dass die Erde danach als ganzes klitschnass ist. Da die Erde aber im Vorfeld befeuchtet wurde ist es nicht unbedingt notwendig sofort zu giessen. Die Temperatur soll bei 21°C liegen und nicht viel wärmer oder kälter sein. Es ist aber nicht schlimm, wenn die Außentemperatur bei bis zu 24°C liegt, da das Saatkorn in der feuchten kühlenden Erde liegt. Nach dem aufgehen ist es sogar besser, wenn es erst bis zu maximal 24°C warm ist. (Aufpassen, ab 26° gehen die kleinen Pflänzchen ein.)

Unabhängig zu dem, wie das Samenkorn in der Erde liegt wird dieses sich nun mit Feuchtigkeit vollziehen und da die Bedingungen zum Keimen gegeben sind wird es damit beginnen wenn es sich um ein intaktes Saatkorn handelt. Es entwickelt sich ein Wurzelstrang der automatisch nach unten wächst. Sobald dieser ausgeprägt ist wird an diesem der sich in dem Saatkorn bildende Stiel beginnen sich auf dem Wurzelstrang stützend mit den Keimblättern nach oben zu drücken. In dem feuchtem Boden werden die Keimschalen und das darin befindliche Häutchen abgestriffen. Der empfindliche Stiel schiebt sich mit den Keimblättern an die Oberfläche um dann auf ca. drei bis sechs Zentimeter heranzuwachsen, nun wird das Pflänzchen die Triebspitze bilden und mit dieser weiter zu wachsen.

Gute Saat geht meist nach vier bis fünf Tagen auf, Nachzügler sind meist minderwertig und können aussortiert werden, wenn ansonsten genügend gesunde Pflanzen vorhanden sind.

Bei trockener Luft hat die Saat eventuell Probleme die Keimschalen aber auch die Haut aus dieser Schale abzustreifen, die dann auf dem gerade aufgegangenen Trieb sitzt. Die Pflänzchen können in dieser Situation einfach stündlich mit Wasser feucht gesprüht werden, damit die Keimschale elastisch wird. Gegebenenfalls hilft man mit der Pinzette nach, aber nur dann, wenn die Keimschalen eingeweicht sind. Zu diesem kann mit einem Wattestäbchen ein Wassertropfen auf diese gesetzt werden um die Keimschale oder das Häutchen dann fünf Minuten später mit der Pinzette entfernen zu können. Die Keimblätter öffnen sich.

Damit die Sämlinge nicht zu trocken stehen und dieses Problem nicht auftritt sollen diese in ein kleines Zimmergewächshauschen gestellt werden, in der die Luft feuchter ist. Ist die Außenluft trockener als 60% werden die kleinen Pflänzchen besser in diesem gelassen bis sie zu groß werden. Die Innentemperatur kann mit einem Thermometer in dem Gewächshaus geprüft werden um gegebenenfalls den Deckel etwas versetzt aufzusetzen. Trockene Luft strapaziert die Pflanzen und macht sie empfindlicher.

Nun tut sich zuerst nicht viel. Die Pflänzchen müssen erst im feuchtem aber nicht nassen Boden wurzeln und etwas Blattmasse bilden. Dieses dauert zwei bis drei Wochen, danach fängt die Pflanze richtig an zu wachsen. Normale Leuchtstoffröhren reichen für diesen Vorgang, solange man entweder zwei nebeneinander hängt oder fünf auf einen Meter Breite. Es werden pflanzenlicht Röhren verwendet. Die Pflanzen sollen noch nicht gedüngt werden.

Starke Armaturen sind wenn, dann nur bei 175 und dann 150 % Abstand zu verwenden, da die Lichtintensität aber vor allem die Wärmeentwicklung für die jungen Pflänzchen zu hoch ist.

Die Pflanzen sollen auf 15 cm heranwachsen. Diese haben nun einen Stamm, mehrere Blattebenen und gehen je nach Sorte leicht in die Äste. Die Pflanzen sind nun bereit, umgetopft zu werden, in vorgedüngte Blumenerde in drei bis fünf oder erst drei, dann fünf Liter Töpfe. Da die Erde vorgedüngt ist, genügt dieses den Pflanzen für die ersten zwei bis drei Wochen, dann wird etwas gedüngt.

Wenn die Pflanzen verstärkt rotstielig werden kann begonnen werden vorsichtig zu düngen. Leichte Unterdüngung ist für die Vorblüte kein Nachteil, die Pflanzen wachsen dennoch kräftig und saftig wobei zuviel Dünger die Pflanzen strapaziert.

Nun ist die Pflanze auch hungrig auf Licht. Leuchtstoffröhren erzeuge nicht genug Lichtdruck (Lumen) um eine hohe Pflanze von oben bis unten zu versorgen.

Folge: die Pflanzen werden lediglich mit den oberen Trieben wachsen oder im Bereich der oberen 30 cm bei ca. 5 bis 20cm Abstand zu den Röhren.

Mit Hochdruck Natrium oder Quecksilberdampf Armaturen werden mehr Lumen erzeugt. Quecksilberdampf läst sich gut mit Leuchtstoffröhren oder Hochdruck Natrium kombinieren. Für Hochdruck Natrium Armaturen soll für den Wuchs eine Röhre mit hohem Blau-Anteil verwendet werden, Quecksilberdampf erzeugt viel blaues Licht und ist somit vorrangig für die Wuchsphase geeignet. Herstellerangaben wie Mindestabstand zu den Pflanzen sind nicht unwichtig:

bei 400 Watt Hochdruck Natrium Armatur 60 aber mindestens 50 cm
 bei 600 Watt 80 aber mindestens 65 cm (50/65 cm für die höheren, 60/80 cm für die niedrigeren Pflanzentriebe) Die Abstände gewährleisten außerdem die gleichmäßige Ausleuchtung der Fläche. Ein kleiner Ventilator der leicht unter dem Reflektor bläst schützt die Pflanzen unter dieser Hitzequelle, ist aber nicht unbedingt notwendig.

Es soll vorsichtig und bedacht gedüngt werden, denn viel Wasser verdunstet. Also wird besser nur halb soviel wie maximal angegeben wird an Dünger verwendet, wenn man sich nicht sicher ist. Zu viel Düngen kann schaden, immer mehr Dünger reichert sich im Boden an und verschlechtert das Wurzelklima. Regelmäßiges durchspülen der Töpfe mit doppelter Liter Zahl des Volumens schützt vor Versalzung, alle zwei bis drei Monate würde dieses genügen. Der Salzgehalt kann auch durch ein EC Gerät im Dränagewasser ermittelt werden um weniger aber gezielter zu spülen. Nach dem durchspülen wird mit ¼ des Erdvolumens mit gedüngtem Wasser nachgespült. Nun hat die Pflanze Nährstoffe bis der Boden soweit trocken ist, dass wieder gegossen wird.

Zu den Töpfen:

Die Verdunstung bei Tontöpfen ist höher, deswegen soll dann noch geiziger gedüngt werden. Plastiktöpfe trocknen langsamer aus, wiegen weniger und sind somit produktiver. Dadurch sind Plastiktöpfe besser, da der Boden in diesen langsamer versalzt und austrocknet.

Handelsübliche Anzuchterde und Pflanzerde genügen und es können beim Erde anmischen keine Fehler gemacht werden. Die Erde könnte z.B. zu lehmig oder sandig sein oder Schädlinge würden sich direkt mit dieser einbürgern, ansonsten ist jedoch Wald oder Wiesenboden meist sehr locker. In Grow-Shops gibt es speziell zum Anbau abgemischte Erde die besser ist als der Billigtorf vom Supermarkt, ansonsten kann aber auch Erde von Compo aus dem Gartenhandel verwendet werden.

Nun geht es aber darum, welches die beste Mutterpflanze ist. Die Pflanzen unterscheiden sich nicht nur von Sorte zu Sorte, sondern auch von Pflanze zu Pflanze.

Vorauslese:

Alle Pflanzen die deutlich hinterherhinken haben einen schlechten, langsamen Wuchs und sind auszusortieren. Nun kann aber die kräftigste Pflanze männlich, zwittrig oder unwirtschaftlich sein. Dieses wird über Stecklinge geprüft die in die Blüte gestellt werden. Auch die Saatpflanzen können in Blüte gestellt werden (bei ca. 15 bis 20 cm) aber die Pflanzen gehen für die weitere Zucht verloren, es sei denn das Stecklinge geschnitten werden um diese zu Mutterpflanzen heran zu ziehen. Wegen der hohen Unterschiede von Pflanze zu Pflanze und der Ausfälle dadurch, dass man männliche und zwittrige Pflanzen aussortiert ist die Vorgehensweise Saatpflanzen zu verwenden, um Erträge zu erwirtschaften, unprofessionell. Bei nicht rein weiblichen Beständen werden die Blüten bestäubt und nun wird die Kraft der Pflanze dazu aufgewendet, Saat zu bilden. Dieses ist nicht in erheblichen Maße gewünscht, da man die Blüten saatfrei und gehaltvoll möchte.

Mutterpflanzen

In diesem Foto können die nach der vorab beschriebenen Methode gewonnenen Mutterpflanzen gesehen werden. Von mehreren Saatpflanzen erwiesen sich einige als weiblich von denen die zu sehende Genetik die beste war. Dieses ist nun nicht die Saatpflanze sondern von dieser gewonnene Stecklinge, die zu Mutterpflanzen herangezogen wurden. Links sind die Älteren zu sehen, zur rechten Seite befinden sich die Jüngeren Mutterpflanzen. Viele verstehen unter Mutterpflanzen einen wenigstens einen Meter großen Busch aber wenn einem die Höhe und der Lichtdruck fehlt sind viele kleine Mutterpflanzen eine gute Alternative. Durch die mehrfache Verzweigung entsteht eine Ebene der obersten und somit kräftigsten Stecklinge. Wenn die Pflanze mit wenig Licht auskommt können selbst mit mehreren Leuchtstoffröhren mittelprächtige Stecklinge geschnitten werden.

Also:

Wenn eine hohe Mutterpflanze gewünscht ist und genügend Lichtdruck vorhanden ist läst man die Spitze der Pflanze erst ungekürzt. Geht die Pflanze nicht in die Triebe oder es sind nicht so große Pflanzen gewünscht, kann die Spitze ab einer Größe von ca. 15 cm entfernt werden und dieses kann zur weiteren Vergabelung später wiederholt werden.

Da jede Pflanze unterschiedlich wächst und jeder unterschiedliche Vorstellungen hat, soll dieses jeder für sich selbst ertasten. (Wenn man der Saatpflanze früh die Spitze nimmt, nur die obersten fünf mm, dann wächst die Pflanze mit zwei Trieben weiter, diese nimmt man als Stecklinge und stellt die Saatpflanze in Blüte. Somit weis man schnell, welche Saatpflanze die beste ist und hat die Genetik gesichert.) Pflanzen die buschig werden sollen können zwei mal die Spitzen genommen werden, ca. 7 Tage nach dem ersten mal sind die Triebe soweit nachgewachsen.

Für die Teststecklinge genügen von den noch jungen Saatpflanzen untere für den späteren Verlauf unwichtige Triebe, sobald diese kräftig genug sind. Oder bevor die Spitzen genommen werden können die Triebe einfach wachsen bis sie dann beim kürzen als Stecklinge genommen werden können. Selbst wenn die ersten Stecklinge nicht sehr kräftig sind, können durch diese das Geschlecht und auch die Qualität der Pflanze ermittelt werden. Die gewurzelten und etwas herangewachsenen Steckling werden bei ca. 15 bis 25 cm in die Blüte gestellt. Männliche Pflanzen entwickeln nach ca. zwei bis drei Wochen Knäule von kleinen Bömmeln, weibliche bilden weiß gelbe Blütenfäden, zwittrige bilden beides, aber deren Bömmel sind nicht immer sofort erkennbar. Bevor die ersten Bömmel sich öffnen sollen die nicht rein weiblichen Pflanzen entfernt und vernichtet werden, Pollen kann über die Luft Entfernungen überwinden. Einige Pflanzen sehen erst weiblich aus, zwittern dann aber dennoch oder nur wenig und versteckt. (Ein Bömmel kann hunderte Samen zeugen also äusserste Vorsicht bei Saatpflanzen.) Nun reduziert sich die Zahl der Pflanzen auf die weiblichen und es sind ungefähr vier bis fünf Monate oder etwas mehr Zeit vergangen. Nun geht es darum, welche Pflanzen massig qualitativ hochwertiges Gras tragen. Welches das Beste ist, entscheidet jeder für sich, aber Renner sind allseits beliebt.

Hat man viele Pflanzen, empfiehlt es sich diese und deren Stecklinge zu markieren, um den Überblick zu behalten. Nun hat man vielleicht schon eine Qualitätsprobe, jedoch sind die ersten Stecklinge nicht repräsentativ für den Ertrag. Von den verbliebenen Pflanzen werden kräftige Stecklinge genommen und es wird versucht diese unter gleichen Bedingungen blühen zu lassen. Ist Qualität oder Quantität der Stecklinge schlecht, ist die ganze Genetik, Mutterpflanze schlecht. Einzelne Stecklinge können immer mal schlecht ausfallen, aber wenn mehrere unter guten Bedingungen schlechte Resultate bringen ist dieses repräsentativ. Einige Sorten wachsen üppig, andere weniger üppig, niedrige Pflanzen bockt man auf gleiche Höhe, schwache stützt man.

Und nun wird die Antwort gefunden, welche Mütter die hübschesten sind, die hässlichen soll man aus seinem Harem verbannen.

Qualität und Quantität sind wichtige, aber nicht die einzigen Merkmale oder Kriterien für die Auswahl:
 sagt einem der Wuchs zu?
 ist die Pflanze robust und stabil?
 geht sie in die Äste um die Fläche zu füllen? (ansonsten erzwingbar)
 oder arbeitet die Pflanze mit so vielen Ästen und Blättern, dass sie unproduktiv wird?
 kann man von der Pflanze gut Stecklinge nehmen, wurzeln und wachsen diese gut an?

Kleinwüchsige schmale Pflanzen können auch mit mehr Höhe und in höherer Stückzahl in die Blüte geschickt werden.

Unter anderem dieses sind Gesichtspunkte nach denen die Entscheidung zu fällen ist, wobei jedoch über kleinere Mäkel hinwegzusehen ist.

Unter anderem kann es sein, dass die Saatpflanze einfach nicht so will, dass gut Stecklinge geschnitten werden können. Es werden kräftige Stecklinge genommen um aus diesen Mutterpflanzen heranzuziehen. Eventuell wachsen diese zur Stecklingsnahme besser, so erhöht man die Lebensdauer und nutzt von als gut befundener Genetiken über Jahre.

Zur Not können viele kleine Mütter auch unter Leuchtstoffröhren gehalten werden, dieses sollte aber nach Möglichkeit mit etwas Quecksilberdampflicht ergänzt werden. Es gibt aber Pflanzen, die viel Licht brauchen und denen dieses nicht reicht, um mit kräftigen Trieben für kräftige Stecklinge zu wachsen.

Wird dennoch nicht der gewünschte Wuchs erreicht da eventuell etwas verkehrt gemacht wird, ohne zu wissen was, oder man einfach die Möglichkeiten nicht hat, können einige Stecklinge oder auch die alten Mütter nach Draußen gepflanzt werden, an ein sonniges Plätzchen. Nun können kräftigste Stecklinge genommen werden die aber gegen Schädlinge gründlich behandelt werden sollen, um diese nicht einzuschleppen. Im Spätsommer, bevor die Pflanzen anfangen zu blühen, können aus den Stecklingen wieder Mütter herangezogen werden.

Aufgepasst:
 Jederzeit kann irgendjemand die Pflanzen finden und klauen oder zerstören oder die Pflanze geht ein. Deswegen soll man sich nicht allein auf diese Alternative zur Indoormutter verlassen. (Gute Outdoorqualität kann indoor überwintert werden um im Frühjahr mit Stecklingen der selben Qualität weiterarbeiten zu können.)

Ansonsten:
 Wenn die Saat minderwertig ist, kann man mit dieser auch nur minderwertige Pflanzen heranziehen. Deshalb kann auf Sicherheit bei zwei oder drei bekanten Saat Firmen zur Probe ein Päckchen Saat gekauft werden. Die billigen Sorten sind oft durch höhere Nachfrage billig und dennoch genauso gut wie teure Sorten und reichen zum Anfangen und Erfahrungen sammeln auf jeden Fall. Schmuggeln läst sich Saat in Vogelfutter, das hanffrei ist. Dieses kann auch auf die Fußmatte des Autos oder in den Rucksack geschüttet werden. Später wird die Saat auf einen Teller geschüttet und meist werden alle Hanfkörner wiedergefunden.

Zu beachten:
 In der Vorblüte und somit auch bei den Mutterpflanzen wird 18 Stunden oder länger beleuchtet, ab Beginn der Blüte wird exakt 12 Stunden beleuchtet.

Für Diejenigen die es eilig haben oder deren Möglichkeiten begrenzt sind ist es wesentlich einfacher sich irgendwie gute Stecklinge zu organisieren und zwar 20% mehr als vermutlich benötigt werden, um die Schlechtesten aussortieren zu können. Man fragt einfach nach, wie lange oder hoch die Sorte vorgezogen werden soll um sie in Blüte zu stellen und wie diese dann wachsen.

Wie viele Pflanzen auf einen m² vermutlich benötigt werden kann auch unterschiedlich sein. Das können z.B. acht oder zwölf Stecklinge sein, man kann diese aber auch etwas wachsen lassen, um weniger zu benötigen, jedoch wachsen einige Sorten in der Blüte extrem in die Höhe. In diesem Fall müssen diese dann eventuell gekürzt werden, wenn die Lampe nicht noch höher gehangen werden kann. Dieses gehört jedoch schon mit zum nächsten Kapitel.

Mutterpflanzenschrank

Die zwei Röhren und das 70 Watt Quecksilberdampf Licht (sehr schlecht zu sehen) bieten wenig Licht. Deswegen können die Mutterpflanzen nicht groß heranwachsen und wurden nach dem Stecklingsschnitt gelichtet. Kleinere werden herangezogen um die zu groß werdenden aussortieren zu können. Nachdem einige male Stecklinge geschnitten wurden werden die Mutterpflanzen sowieso knorrig und wachsen nicht mehr so saftig, dieses mag daran liegen, dass der Saftstrom immer öfter verzweigt.

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Habt ihr Fragen, Anregungen, Ergänzungen, wollt ihr zu diesem Thema etwas anmerken oder hinterfragen? Dann geht doch in das Forum und tut dieses einfach in der Rubrik Growroom. Oder ihr meint schon Ahnung zu haben? Super, dann schaut mal rein, ob ihr ein paar Fragen beantworten könnt.