Reaktionen auf den "Global Marijuana March 2008"
Am diesjährigen "Global Marijuana March" wurden weltweit Themen wie Menschenrechtsverletzungen in der Drogenpolitik, Verunreinigungen des Hanfs mit zum Teil schweren Vergiftungsfolgen auf dem mafiösen Schwarzmarkt, medizinische Verwendung des Hanfs, etc. angesprochen. Von friedlichen Kundgebungen bis zu Strassenschlachten mit der Polzei war alles zu haben.
Hier einige Beispiele:
Lieber selber pflanzen als Scheiße rauchen!
Berlin
03.05.2008: Unter dem Motto "Freie Liebe - Freie Menschen - Freie Drogen" hat die GRÜNE JUGEND heute anlässlich des Global Marijuana March für die Legalisierung von Drogen demonstriert. Ein Bericht von Ario Ebrahimpour Mirzaie.
"Freie Drogen": GJ-AktivistInnen informieren PassantInnen
Der 3. Mai war ein sonniger und warmer Frühlingstag in Berlin. Die Menschen, die uns an diesem Tag an der Warschauer Brücke in Friedrichshain begegneten, waren sehr offen für unsere drogenpolitischen Forderungen. Somit war es relativ leicht, unser Material unter das Volk zu bringen. Unser wunderschön geschmückter Aktionsstand mit Blumen, Infos und Garten-Krimskrams sah super aus in der Sonne. Nicht nur unsere Ausführungen zu "Cannabis als Medizin" sondern auch die Broschüre "Neue Wege in der Drogenpolitik" und die Wildblumen-Saat (welche ich in unsere Grastütchen gefüllt hatte) sorgten für positive Resonanz bei den vorbeigehenden TouristInnen und BerlinerInnen.
Viele Menschen schienen sich schon lange keine Gedanken mehr zum Thema Drogenpolitik gemacht zu haben. Umso besser, dass wir an diesem Samstag da waren und Flagge gezeigt haben für eine neue, emanzipatorische und freie Drogenpolitik. Insgesamt war die Stimmung echt toll. Bei Musik, Hanftrödel, schönen Palmen (Vielen Dank an die GRÜNE JUGEND Berlin) und lustigen Menschen verging die Zeit wie im Fluge. Neben vielen BerlinerInnen waren sogar aus Niedersachsen und NRW Aktive mit dabei. Mmh: Wildblüten-Saat im Grastütchen
Viele Leute, die im Alltag mit Drogen in Berührung kommen, unterstützten unser Begehren nach einer offenen Drogenpolitik. Eine Suchtberaterin und eine Diplom-Psychologin suchten neben vielen anderen Menschen an diesem Tag noch ein tieferes Gespräch mit uns. Auch wenn diese Gespräche meist die schwierigeren sind, so sind es auch die interessantesten. Letztendlich konnten wir hoffentlich alle von unseren guten Absichten überzeugen. Bei vielen Menschen schien es uns gelungen zu sein.
Es gab aber auch einige kritische Geister, die uns an diesem Tag begegnet sind. So erzählte eine ältere Dame, dass sie zwar selber kein Problem mit Drogenkonsum habe, aber vielen ihrer Freunde ist die "Freiheit in Berlin zu Kopf gestiegen". Unrecht hat sie nicht, denn die propagierte Freiheit in Berlin ist keine wahre Freiheit. Freie Drogenpolitik bedeutet für die GRÜNE JUGEND, keine Angst vor Repression haben zu müssen, sauberen Stoff zu bekommen, Präventionsangebote deutlich zu erhöhen und somit auf die Gefahren aller Drogen hinzuwirken (auch von Alkohol, Nikotin etc.).
Eine andere kritische Bürgerin meinte, uns auf patzige Art und Weise auf den Welthunger aufmerksam machen zu müssen - getreu dem Motto: "Gibt es denn nichts Wichtigeres zu tun"?. Dazu kann ich nur sagen: Nur weil man an einem Tag des Jahres der Opfer der Drogenprohibition und der Polizeirepression weltweit gedenkt und eine Aktion zur Legalisierung von Drogen macht, heißt es noch lange nicht, dass man nicht gegen den Welthunger ist. Da die kritische Bürgerin mit ihren aufgestylten Freunden eher den Eindruck machte, gerade auf dem Weg zu einem All-You-Can- Eat-Brunch als zu einem Hilfsprojekt in Afrika zu sein, dürfte die Frage berechtigt sein, wer hier wirklich für eine bessere Welt kämpft und wer nur meckert. Wir haben, wie ich denke, an diesem Tag ein richtiges Zeichen gesetzt, auch wenn einige KritikerInnen es nicht sehen wollten ..
Die GRÜNE JUGEND hat an diesem Tag mal wieder bewiesen, dass sie beim Thema Drogenpolitik die Nr. 1 ist. Der Kampf für die Legalisierung von Drogen ist keine Sache von gestern, sondern immer noch hochaktuell. Die Reaktionen der BerlinerInnen können uns optimistisch in die Zukunft blicken lassen. Lasst uns aber auch nicht vergessen, dass es noch sehr viele schwarze Flecken in Deutschland gibt, wo ein bisschen GRÜN sicherlich nicht schade würde. Auf bald in Irgendwo!
Ario Ebrahimpour Mirzaie ist Beisitzer im Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND.
Cannabis freigeben? Kundgebung in Wien
Am Samstagnachmittag fand in den Bezirken Mariahilf, Neubau, Innere Stadt und Landstrasse eine Kundgebung zum Thema „Gleichstellung von Cannabis mit den legalen Drogen Alkohol und Nikotin“ statt. Cannabis freigeben? Kundgebung in Wien Knapp über 230 Personen nahmen an der Demonstration, die geordnet und friedlich verlief, teil.
Die unterschiedlichen Argumente zum Thema sind häufig wiederholt worden: Das Verbot nützt der kriminellen Szene, weil es die Preise hoch hält, eine Freigabe könnte die Hemmschwelle zur Einnahme auch von härteren Drogen senken.
Vorarlberg: „Cannabis-Verbot dient der Mafia“
02.05.2008 Die Presse
Das Argument: „Illegalität kostet Steuergelder.“
HOHENEMS (ars). „Es ist nicht so, dass wir alle Kiffer wären. Es geht uns darum, auf die gescheiterte Politik der Repression aufmerksam zu machen. Denn die beschneidet Bürgerrechte und kostet Steuergelder, ohne die gewünschten Erfolge zu bringen.“ Das meint Bernhard Amann, Sprecher der Bürgerinitiative „Legalize! Österreich“.
Sie tritt für die Gleichstellung von Cannabis mit den legalen Drogen Alkohol und Nikotin ein. Im Vorjahr seien in Österreich rund 25.000 Delikte in Zusammenhang mit Marihuana zur Anzeige gebracht worden. Die Strafverfolgung koste jährlich etwa 120Millionen Euro. „Mehr als doppelt so viel, wie für Therapie zur Verfügung steht.“ Mit staatlich kontrollierter Abgabe werde dem Schwarzmarkt der Boden entzogen. Die Gesetzeslage nütze einzig der Drogenmafia.
2008 GLOBAL MARIJUANA MARCH : BOSTON, MA
YouTube Beitrag
Athen
A pro-marijuana festival ended in violence in the Greek capital after police moved in to arrest protesters. Officers fired tear gas to clear scores of youths during clashes in Athens. Officers took action after protesters burned tyres and blocked a busy road outside a university campus.
No arrests or injuries have been reported during three hours of clashes late on Friday night.
The march was organised by a minor environmental party. They blame `a group of 50 masked individuals’ for the damage, implying it was a provocation by the police.
The two-day festival at the Agricultural University of Athens is part of an annual international campaign to promote the legalisation of cannabis.
It is against the law to grow or smoke marijuana in Greece, although the drug is widely used.