Ein 16-jähriger Schüler hat zu Hause grössere Mengen von Marihuana angebaut. Gegen ihn und seine Eltern wurden strafrechtliche Schritte eingeleitet.
In der elterlichen Wohnung in Binningen pflanzte der 16-jährige Schweizer zusammen mit fünf gleichaltrigen Kollegen grössere Mengen Hanf an. Daraus stellten die Jugendlichen auf professionelle Art und Weise Gras her. "Wir fanden mehrere 100 Gramm Marihuana in verschiedenen Stadien - teilweise auch schon abgepackt", sagt der Baselbieter Jugendanwalt Thomas Faust. Laut einer Analyse des Instituts für Rechtsmedizin besass der Hanf einen sehr hohen Wirkstoffgehalt. Nach eigenen Aussagen wollten die Jugendlichen den Stoff verkaufen und einen Teil selbst konsumieren.
Anfang November wurde der Haupttäter vorübergehend festgenommen. Die Jugendanwaltschaft eröffnete Strafverfahren gegen alle beteiligten Jugendlichen und reichte auch gegen die Eltern des Haupttäters Strafanzeige ein. "Die Eltern machen sich strafbar, wenn sie so ein Verhalten bei ihren Kindern tolerieren", betont Faust. Die Produktion von Marihuana sei in der Schweiz nach wie vor illegal.