2005/02/18 - 20 Minuten

Kritik an CVP-Präsidentin Doris Leuthard (42): Ein CVP-Mitglied wirft ihr im Internet vor, die Debatte über die Cannabis-Legalisierung verunmöglicht zu haben. "Der hat zu viel gekifft", meint Leuthard dazu.

Wer auf die Internetseite www.dorisleuthard.ch geht, staunt nicht schlecht: Es handelt sich dabei nicht etwa um die offizielle Seite der CVP-Präsidentin, sondern um die Seite eines verärgerten CVP-Mitglieds. "Doris Leuthard als verlogene Nationalrätin im Bundeshaus", heisst es etwa in einer Bildlegende.
Der Gründer der Site, C.G., will damit "die Augen der Bevölkerung öffnen und erreichen, dass solche Leute und Parteien nicht mehr gewählt werden". Insbesondere wirft C.G. Leuthard vor, an einer Delegiertenversammlung die Debatte über die Revision des Betäubungsmittelgesetzes (BetmG) verunmöglicht zu haben. Er fordert von Leuthard deshalb eine Entschuldigung bei der Bevölkerung und den Familien. "Die Familien sind es doch, welche kiffende Jugendliche zu beklagen haben!", kritisiert C.G.
"C.G. hat doch zu viel gekifft", meint Leuthard, die erst seit einigen Tagen von der Site Kenntnis hat. Er erzähle einen Blödsinn, denn sie sei immer für die BetmG-Revision eingestanden. Leuthard will nun prüfen, was sie dagegen unternehmen kann beziehungsweise ob die Site vom Netz verbannt werden kann.

Cornelia Stauffer